die Flächen
Insgesamt 124 Rippen stecken in den Flächen, Härtetest für unsere kleine Fräse und meine Ohren ;-) . Wie auf dem Bild zu erkennen ist, habe ich mich wieder für Pappelsperrholz (3mm) entschieden. Die kleinen Stützen und eine steckbare Verkastung sollen den Flächenaufbau erleichtern.
Der Lohn der Mühe beim Konstruieren der Fläche ist hier zu sehen. Im Steckungsbereich ist alles berücksichtigt, V-Form für Steckung und Wurzelrippe, Vorpfeilung des Holms und Rippenabstand. Die Teile ließen einfach zusammenstecken. Als Führung für meine 20mm GFK-Steckung hatte ich zuvor eine Hülse laminiert.
Nachdem ich die Steckungshülse, den unteren und oberen Flächenholm im Steckungsbereich eingeharzt hatte ging es schnell voran. Hier kann man nochmal gut den vorgepfeilten Flächenholm erkennen. Nach Hubinger wäre der gerade und stattdessen die Nasenleiste nach hinten gepfeilt gewesen. Was daran "scale seien soll ist mir schleierhaft. Außerdem ist die Rippenanzahl zu hoch, was mir leider erst nach der Fräsorgie auffiehl. Na, falls ich das Modell nocheinmal baue, lasse ich einige davon weg.
Inzwischen hatte ich auch schon Kontakt zu einem sehr netten Segelflugclub im Fichtelgebirge aufgenommen. Ich hatte deren sehr schöne Ka6e (s.o.) im I-Net entdeckt. Nochmals "Danke" für die tollen Fotos, Michael!!
Die Störklappen fahren wieder auf Ober- und Unterseite aus. Die Klappen sind aus 2mm Sperrholz, die Hebel aus Novotex, einem GFK-ähnlichen Material.
Bei der Beplankung habe ich zum ersten Mal die Bügeltechnik ausprobiert und bin begeistert. Kein Rumhantieren mehr mit Gewichten, Nadeln oder Spanngurten. Die Beplankung wird einfach auf die Nasenleiste geklebt, angefeuchtet, vorgebogen und dann auf die mit Leim bestrichenen Rippen gebügelt. Das Wasser verdampft und nach kurzer Zeit zieht der Leim an. 100%er Kontakt mit den Rippen ist garantiert.
Bevor ich weiter beplanken kann, müssen die Störklappen eingepasst werden. Nun zeigt sich auch ob ich beim Zeichnen der Klappen die Verjüngung und den Beplankungsabzug richtig dimensioniert habe. Außerdem müssen die Klappen auch im eingebauten Zustand leichtgängig und möglichst spielfrei arbeiten..
Nach ein paar kleinen Korrekturen am Hebelmechanismus war ich soweit zufrieden und konnte die Klappen einkleben. Als Servo kommt ein einfaches C 508 zum Einsatz.
Die Endleiste verlangt bei diesem Profil nach besonderer Aufmerksamkeit, da das FX 60-126 eine sehr dünn auslaufende Fahne hat. Ich habe sie deshalb oben und unten mit 1 mm Sperrholz beplankt. Um später an die 2mm Balsabeplanung im vorderen Bereich anschließen zu können, wurde noch eine Lage 1mm Balsa aufgeklebt. Nach dem Verschleifen erhielt ich eine sehr feste und dünne Endleiste.
Die Störklappen sind eingebaut und profilgetreu verschliffen. Der Randbogen ist angeformt, alle Aufleimer im offenen Rippenfeld aufgeklebt, das Querruder ist angepasst, die Kabel für Querruder und Störklappen habe ich auch nicht vergessen, und zum Schluss wurde der komplette Flügel sorgfältig verschliffen. Somit sollte die Grundlage für eine möglichst lange laminare Laufstrecke gelegt sein. Bis auf einige wenige Spachtelarbeiten ist der die erste Fläche nun bespannfertig. Die zweite Fläche ist immer ein wenig Fleißarbeit, geht aber auch schneller von der Hand, da alle Unwegsamkeiten ja schon einmal gemeistert wurden.

3 Wochen später...

Beide Flächen sind nun fertig und ich kann mit der Rumpfbau beginnen.
zum Rumpfbau